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Fachbeitrag
von Dr.med. Thorsten Hennigs
Die Perkutane
Vertebroplastie – ein erfolgreiches minimalinvasives Verfahren zur Behandlung
des akuten und chronischen Rückenschmerzes
Der Eingriff wird
normalerweise in örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt.
Auf grund der Bauchlage, empfiehlt sich eine stärkere Sedierung (medikamentöse
Beruhigung) unter anästhesiologischer Überwachung. Diese Sedierung
kann bis zum tiefen Schlaf des Patienten ausgeweitet werden, falls er nichts
von der Operation mitbekommen möchte. Zusätzlich zur Lokalanästhesie
können auch Schmerzmittel intravenös verabreicht werden, so daß
die Patienten keine Schmerzen verspüren.
Der Zugang zu den
erkrankten Wirbeln erfolgt während der Operation vom Rücken her
unter laufender Röntgenkontrolle. Es werden je nach Anzahl der
zu behandelnden Wirbelkörper nur kleine, etwa 1 cm lange Hauteinstiche
vorgenommen, über die dann eine Hohlnadel eingebracht wird. Nach Plazierung
dieser dünnen Hülse im vorderen Drittel des Wirbelkörpers
wird der frisch angerührte, sterile und flüssige Zement (PMMA,
Polymethyl-Methacrylate; z.B. ??, BIOMET MERCK, GmbH) injiziert. Dieser
Zement ist im wesentlichen der gleiche, der seit jahrzehnten zum Einzementieren
von Gelenkprothesen Verwendung findet. Die Injektion erfolgt ebenfalls
unter laufender Röntenkontrolle mittels digitaler Durchleuchtung,
so dass die Zementeingabe gut kontrollierbar ist. Das CT gesteuerte Vorgehen
ist weniger empfehlenswert, da die Zementinjektion unter Durchleuchtungskontrolle
in real time (also ohne zeitliche Verzögerung) erfolgen sollte und
im CT zu spät erkannt werden kann, ob Zement über die Hinterkante
in den Spinalkanal austritt. Der anfänglich sehr flüssige Zement
verteilt sich in der gesamten Wirbelspongiosa, der inneren Knochenmasse,
und härtet innerhalb weniger Minuten komplett aus.
Es können
so in einer Sitzung mehrere Wirbelkörper mit dem Knochenzement ausgefüllt
und damit stabilisiert werden. Ferner könnten angrenzende Wirbelkörper
mit ebenfalls hohem Frakturrisiko prophylaktisch mitbehandelt werden. Allerdings
lassen sich einmal zusammengebrochene Wirbelkörper mit dieser Methode
nicht mehr in die ursprüngliche Form aufrichten. Ein weiteres Zusammensintern
wird jedoch effektiv verhindert......
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